Auszüge aus unserer Konzeption

Allgemeine Beschreibung der Einrichtung

Im Januar 1995 wurde unsere Einrichtung eröffnet. Träger der Kita Regenbogenhaus ist die Stadt Hagen.

In den vier Gruppen werden 78 Kinder im Alter von 0-6 Jahren betreut. Zudem bieten wir die integrative Betreuung von behinderten und nicht behinderten Kindern an.

Das Kibiz sieht drei verschiedene Stundenbuchungen vor: 25 Std., 35 Std. und 45 Std. in der Woche.

Wir können Ihnen alle Buchungen anbieten.

Die Einrichtung liegt sehr verkehrsgünstig mitten im Wohngebiet mit verkehrsberuhigter Zone im Stadtteil Eilpe.
Mit den Buslinien 516, 519, 510,512 und 84 ( HS Luisenstr. oder Jägerstr.) erreichen Sie uns ohne lange Wartezeiten. Für Autofahrer ist die Frankfurterstr. der Orientierungspunkt. Von dort aus biegt man in die Luisenstr. ab und fährt direkt auf die Einrichtung zu.

Unsere Räumlichkeiten

Unser Haus ist ebenerdig. Es gibt vier Gruppenräume mit einem zusätzlichen Nebenraum und einer Kinderküche. Jede Gruppe hat ihren eigenen Waschraum mit zwei Kindertoiletten und drei Waschbecken. Für unsere Kleinsten sind zwei Wickelkommoden mit Bade- bzw. Duschmöglichkeit und ein Schlafraum vorhanden. Jede Gruppe hat direkten Zugang zum Außengelände.Außerdem verfügen wir über einen Bewegungsraum, der auch als Treffpunkt bei unseren Festen genutzt wird, einen Entspannungsraum, einen Personalraum, Personalküche, Materialraum, Büro und Personaltoilette.

Eine Besonderheit ist unser großer Flur, der in verschiedene Zonen unterteilt ist. Zum Einen finden Kinder hier verschiedenste Spielimpulse, zum Anderen dient der Flur als Kinder- und Elterncafe.

Neueste Informationen, sowohl einrichtungsintern, als auch breitgefächerte Angebote können Sie sich hier anschauen und mitnehmen.

Das Außengelände hat drei verschiedene Bereiche und ist angenehm groß. Vor dem Haus befindet sich eine große Rasenfläche mit einer Nestschaukel, alten Bäumen, einer Wippe und einer Sitzecke aus Stein. Hinter unserem Haus ist das Außengelände gepflastert, also ideal für Fahrzeuge, Ball- und Hüpfspiele. In einem Sandkasten befindet sich eine Matschanlage, die den Kindern die Möglichkeit bietet mit Wasser zu spielen. In dem zweiten Sandkasten gibt es eine extrabreite Rutsche und ein Piratenschiff zum klettern. Damit sich auch die kleinsten Kinder draußen wohlfühlen gibt es einen kleinen abgegrenzten Spielbereich mit Sandkasten und Häuschen.

Von diesem Teil des Geländes führt eine breite Treppe zu einem naturbelassenen Spielbereich. Gebüsch, Kletterbaum, große Wiese und Weidenzelt ermuntern die Kinder zum Rollenspiel.

Darauf legen wir besonders großen Wert

Unsere Kleinsten

In dieser Gruppe werden 13 Kinder im Alter von ein und zwei Jahren von 3,5 Fachkräften betreut. Alle Bildungsbereiche werden auch in dieser Gruppe gleichermaßen umgesetzt. Große Unterschiede in der Arbeit ergeben sich durch die Bedürfnisse der Kinder und Eltern. Sehr sensibel und individuell wird hier in der Eingewöhnungsphase (Berliner Modell)  auf alle eingegangen. Gespräche zu jeder Zeit erleichtern den Kindern den Einstieg (Essgewohnheiten, Schlafgewohnheiten, worauf reagieren Kinder positiv und negativ). Das Fachpersonal ist anfangs sehr stark auf die Gespräche mit den Eltern angewiesen. Auch den Eltern fällt der Abschied oftmals schwer. Aus diesem Grund ist es auch Aufgabe des Teams, den Familien Hilfe, Zuspruch und Unterstützung anzubieten, um eine positive Entwicklung herbeizuführen.
Sehr stark wird hier auf alle gesendeten Signale der Kinder geachtet. Für Kinder gibt es nichts schlimmeres, als nicht verstanden zu werden oder etwas gegen ihren Willen tun zu müssen. Somit ist selbstverständlich, dass sich die Kinder ihre Bezugspersonen selbst aussuchen und sich diese Kollegin vorrangig um die Pflege- und Trostsituationen kümmert. Behutsam wird der Kontakt auch zu anderen Kolleginnen hergestellt, damit sich die Kinder auch wohlfühlen können, wenn die eigentliche Bezugsperson nicht da ist.
Das Material dieser Gruppe ist für Kinder dieser Altersstufe sicher und anregend. In den Räumlichkeiten gibt es weniger Möbelstücke, dafür aber mehr Teppiche und große Polsterbausteine. Für die Entwicklung in allen Bereichen ist es in diesem Alter von großer Bedeutung, den eigenen Körper wahrzunehmen, sich ohne Verletzungsgefahr in Bewegungen ausprobieren zu können. So erleben sie sich, andere und ihre Umgebung kennen und entdecken ihre Welt. Besonders diese Kinder spüren, schmecken, riechen, sehen, erfahren ihre Umwelt stets mit dem ganzen Körper.
Die elementaren Dinge Pflege, Essen und Schlafen nehmen viel Zeit ein. Diese Zeit wird hier äußerst anregend, spielerisch bzw. entspannend gestaltet. Alles wird sprachlich begleitet, Puppen oder die Spieluhr werden eingesetzt. Gemeinsam entdeckt diese Gruppe im Laufe der Zeit auch das gesamte Haus. Die Kolleginnen entdecken und erforschen mit den Kindern ihre Umgebung. In den zwei Jahren lernen sie die Regeln einer Gruppe kennen, spielen, singen, malen, basteln, machen alles, was die Großen machen und werden so auf die Gruppe der großen Kinder vorbereitet.


Die inklusive Erziehung

Die gemeinsame Erziehung aller Kinder ist Schwerpunkt unserer Einrichtung. Bei uns gibt es keine Randgruppen, sondern gemeinsam sind wir stark. Das bedeutet, dass alle Lern- und Förderprogramme auf die Bedürfnisse jeden einzelnen Kindes abgestimmt sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob eine Behinderung vorliegt, die deutsche Sprache nicht gesprochen wird, oder andere Bedürfnisse vorliegen. Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit sind Persönlichkeits- und Sozialerziehung.
Durch gemeinsames Spielen und Erleben erfahren die Kinder eine Stärkung ihrer Persönlichkeit. Sie können sich an jüngeren Kindern orientieren ("Ich kann das auch!") und erhalten gleichzeitig Anregungen und Herausforderungen von den älteren Kindern. Gegenseitige Akzeptanz, Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft und Toleranz wird gestärkt. Es entwickelt sich ein gemeinsamer Lernprozess.
Besonders wichtig ist es uns, einen intensiven Kontakt mit den Eltern zu pflegen, damit die integrative Erziehung erfolgreich sein kann. Ein ständiger Austausch über den Entwicklungsstand ist Voraussetzung für den Erfolg. Ebenso arbeiten wir eng mit Ärzten, Therapeuten und Frühförderstellen zusammen. Durch das enge Zusammenwirken aller Beteiligten können die Kinder mit Behinderung die bestmögliche Entwicklungsförderung erhalten.

Das Team der Gruppe nimmt regelmäßig an Fortbildungen teil, um immer auf dem neuesten Stand zu sein.

Die Einrichtung verfügt über ein, auf alle Kinder, abgestimmtes Raum- und Angebotskonzept. Anregende Farb- und Lichtgebung (sowohl beruhigend, als auch motivierend), als auch flexibel einsetzbare Materialien zeichnet die Einrichtung aus.

Wird während der Kindergartenzeit ein erhöhter Förderbedarf anerkannt, wird eine zusätzliche Fachkraft eingestellt, um die pädagogische Arbeit zu unterstützen.


 Sprachförderung

Als Bildungsbereich ist die allgemeine pädagogische Umsetzung und Zielsetzung schon beschrieben. Hier wird beschrieben, wie wir mit Kindern arbeiten, die einen erhöhten Sprachförderbedarf haben.

Nicht nur Kinder mit Migrationshintergrund (ausländische Kinder), sondern auch viele deutschsprachige Kinder benötigen inzwischen Sprachförderung. Zunächst wird anhand von Beobachtungsbögen (basic) der individuelle Förderbedarf durch die Kita-Plus-Kraft festgestellt. Sehr unterschiedliche Elemente werden in der Sprachförderung eingesetzt. Das Sprachförderprogramm CONLAB spielt dabei eine große Rolle. Die Fachkräfte besitzen das notwendige Hintergrundwissen durch eine intensive Schulung des Programms CONLAB mit Zertifizierung.
Durch die intensive Arbeit mit den Kindern entwickelt sich schnell eine gute Beziehung und Vertrauen, sodass eine positive Lernumgebung vorhanden ist. Dies wiederum ist Vorraussetzung für den Erfolg.

Ein erhöhter Sprachförderbedarf besteht natürlich auch, wenn die Kinder im Bereich Sprache und Kommunikation sehr weit sind und großes Interesse auch an Fremdsprachen haben. Vielleicht haben Sie es schon einmal erlebt, dass Kinder eine Sprache erfinden und uns erzählen es sei Englisch, Italienisch oder ähnliches. Diesem Förderbedarf gehen wir nach, indem wir uns in verschiedenen Sprachen begrüßen, zählen oder ein Lied singen. Kinder anderer Nationalitäten helfen uns dabei gerne weiter. Das Ganze lebt von Wiederholungen, damit die Kinder schnell Erfolgserlebnisse haben. Für die Kinder ist es eine lustige und spannende Sache, sich mit anderen Sprachen zu beschäftigen. Im Vordergrund steht die Freude in einer anderen Sprache zu kommunizieren.

Auch Handpuppenspiele und kleine Theaterstücke können von den Kindern initiiert werden. Wir unterstützen die Kinder und lassen es zu Vorführungen für andere Kinder kommen.



Gesundheit, Bewegung und Ernährung

Unter dem Aspekt Bewegung finden sie die allgemeinen pädagogischen Ziele und deren Umsetzung. In unserer Einrichtung wird im gesamten Alltag das Zusammenspiel von Bewegung und Ernährung groß geschrieben. Das Programm "Tiger Kids" von der Stiftung Kindergesundheit und der AOK wird bei uns ganzjährig praktiziert. Alle Mitarbeiterinnen sind für dieses Programm geschult worden, um es nachhaltig in der Einrichtung durchführen zu können. Ganz wichtig ist hierbei Abwechslung und Spaß, denn nur dann wird es auch zu Hause selbstverständlich. Die wichtigsten Elemente, um die Gesundheit der Kinder zu fördern sind:
Die Getränkestationen

Diese Stationen sind für unsere Kinder jederzeit frei nutzbar. Die Kinder bekommen dort stets Tee und Wasser. Kinder vergessen beim Spielen häufig ausreichend zu trinken.

Wir ermuntern die Kinder stets eine Trinkpause zu machen und leben den Kindern dies auch vor.

Der magische Obst- und Gemüseteller
In jeder Gruppe stehen ansprechende Rohkostteller. Sie sollen die Kinder motivieren, sich diese Dinge anzuschauen, zu probieren und sich zwischendurch immer wieder zu bedienen. So bekommen unsere Kinder schon eine ordentliche Portion Obst und Gemüse.
Bewegung
Wir achten darauf, dass alle Kinder sich möglichst viel bewegen, mindestens aber dreimal in der Woche 1 Stunde. In den Bewegungseinheiten geht es darum, dass Kinder ihrem angeborenen Bewegungsbedürfnis nachgehen können, den eigenen Körper entdecken, Stärken erkennen und erweitern, Grenzen erkennen und erweitern und die Ausdauer der Kinder zu fördern.
 

Gruppenübergreifende Projekte

In einem Kindergartenjahr gibt es sehr viele und unterschiedliche Projekte, die sich an den Interessen und Bedürfnissen der Kinder orientieren. Zum Einen finden sie auf Gruppenebene statt (es kommt vor, dass fünf unterschiedliche Projekte zeitgleich laufen), zum Anderen haben Kinder der verschiedenen Gruppen gleiche Interessen, die dann gruppenübergreifend erarbeitet werden. Diese Interessensgruppe trifft sich außerhalb der eigenen Gruppe, bringt aber Ideen, Aufgaben oder Ergebnisse wieder mit ein. So werden alle Kinder mit einbezogen und können sogar noch mitmachen. Ein Projekt endet erst dann, wenn das Interesse der Kinder nicht mehr vorhanden ist. Alles, was im Vorstellungsbereich der Kinder liegt (und der ist viel größer, als Erwachsene es sich vorstellen können) kann ein Projekt werden. Drei Themen werden mit den Schulanfängern im letzten Kindergartenjahr, unabhängig von anderen Projekten, aufgrund ihrer Wichtigkeit vorgegeben:
Die Brandschutzerziehung
In Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr werden die Kinder nach Abschluss des Projektes bei der Feuerwehr geprüft. Das Projekt dauert ca.8 Wochen. Es setzt sich noch fort, durch Feueralarm und Räumung der Einrichtung in unregelmäßigen Abständen. Die Eltern werden detailliert über die Inhalte informiert, damit sie mit ihren Kindern zu Hause weiter arbeiten und üben können.
Verkehrserziehung

In Zusammenarbeit mit der Polizei werden die Kinder an das Verhalten im Straßenverkehr herangeführt. Ein Diavortrag, Straßenbegehung und der Polizist zum Anfassen sind dabei sehr förderlich. Auch hier werden die Eltern detailliert informiert. Sie nehmen an der Straßenbegehung teil und können sich zu verschiedenen Themen persönlich durch Elternveranstaltungen informieren( Mein Kind als Fußgänger, mein Kind als Radfahrer) Des weiteren finden nach Bedarf Extraveranstaltungen in der Jugendverkehrsschule statt. Für Eltern wird nach Bedarf auch eine Veranstaltung durch die Polizei mit dem Thema "Geh nicht mit einem Fremden mit" organisiert. Auch dieses Projekt dauert ca. 8 Wochen.

Mein Körper, was ist das?

 Den eigenen Körper entdecken und was man damit alles machen kann, steht bei Kindern, egal welchen Alters, immer im Vordergrund. Es ist  Voraussetzung für die Persönlichkeitsentwicklung und die Entwicklung in allen Kompetenzbereichen.

Das ganzjährige Projekt im letzten Kindergartenjahr hat zum Ziel, dass Kinder ihr Verhalten und den daraus entstehenden Folgen in Zusammenhang bringen können. Wenn ich weiss, was passiert kann ich mich entscheiden, ob ich es mache. Im ersten Halbjahr beschäftigen wir uns zunächst mit den sichtbaren und unsichtbaren Körperteilen(Organe, Knochen,Blutgefäße) Durch Lieder, Bücher, Wahrnehmungsspiele, Modelle, Poster und Experimente lernen die Kinder ihren Körper kennen. Zeitgleich wird immer vermittelt, was man tun kann oder muss, damit man nicht krank wird, sich nicht verletzt etc. Ein ganz wichtiger Bestandteil dieser Einheiten ist, dass ganz gezielt das Verhalten untereinander und die Gespräche miteinander beobachtet werden und sofort darauf eingegangen wird. Denn das ist momentan bei den Kindern aktuell. In diesem Halbjahr wird das Thema Zahngesundheit mit eingearbeitet. Informationen hierzu finden Sie im Anschluss.

Im zweiten Halbjahr geht es vorrangig um Gefühle. Jedes Gefühl löst eine Reaktion des Körpers aus. Viele Kinder in diesem Alter können ihre Gefühle noch nicht richtig einordnen und werden dadurch unsicher. Mit ganz einfachen Dingen geht es los. Lustig,Fröhlich/Lachen     Traurig/Weinen  usw.

Aber was ist,wenn ich sauer bin, wenn ich Angst habe, wenn ich mich ärgere. Den Kindern wir zunächst vermittelt, dass es bei Gefühlen nicht um richtig oder falsch geht. Sie sind da und auch berechtigt. Die spannende Frage ist: Wie gehe ich damit um,ohne mir und anderen zu schaden.Die Angebote dazu werden Rollenspiele, Wett-und Kraftspiele, Bücher und Wahrnehmungsspiele sein. So lernen die Kinder, wie man seine Gefühle loswerden kann ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Denn eins ist klar, seinen Gefühlen muss man Ausdruck verleihen können, sonst wird man krank.

Im Anschluss daran geht es um das NEIN sagen. "Mein Körper gehört mir" Der respektvolle Umgang mit dem eigenen Körper und dem Körper anderer, bedeutet natürlich auch die Wahrung der Intimsphäre. Die Kinder werden sensibel gemacht für das ungute Gefühl, das schlechte Geheimnis um dann ganz klar NEIN zu sagen. Das schaffen Kinder aber nur, wenn in der Familie dieses NEIN auch unterstützt wird. Dementsprechend gibt es natürlich ausführliche Informationen zu diesem Projekt an zwei Elternnachmittagen.

Zahngesundheit
Im Rahmen unserer Schwerpunktarbeit Bewegung und Gesundheit/Ernährung wird noch einmal speziell die Zahngesundheit in den Vordergrund gestellt. In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Zahngesundheit (von der Krankenkasse) und einer Ernährungsberaterin werden die wichtigsten Dinge spielerisch erarbeitet, " Das Frühstück, Zähne putzen, Obst und Gemüse schmecken ja doch". Angebote für Eltern gibt es in dieser Zeit auch. Nach ca. 8 Wochen ist dieses Projekt beendet. Es setzt sich aber durch das regelmäßige gesunde gemeinsame Frühstück und dem täglichen Zähneputzen der Tagesstättenkinder fort. Auch ein Zahnarztbesuch soll den Kindern helfen, sorgsam mit ihren Zähnen umzugehen und den Arzt als Helfer zu sehen. In der Praxis unseres betreuenden Zahnarztes haben die Kinder Gelegenheit alles zu erkunden und die Instrumente kennen zu lernen. So verlieren sie Ängste und machen vielleicht beim nächsten Mal doch den Mund auf.